Plakat Ziemlich beste Freunde

Ziemlich beste Freunde – 2019

Die Theatergruppe La Vita präsentierte die Komödie „Ziemlich beste Freunde“ nach dem gleichnamigen Film von Éric Toledano und Olivier Nakache.

Der Film wurde ab dem 2. November 2011 in französischen und belgischen Kinos gezeigt. In Frankreich wurde er im selben Jahr mit über 19 Millionen Kinobesuchern zur erfolgreichsten Komödie und zum dritterfolgreichsten Film. Zuschauer und Presse zeigten sich von der Inszenierung beeindruckt.

Die Geschichte einer bewegenden Freundschaft

Plakat Ziemlich beste Freunde
Foto: Florian Föhrenbach

Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte des ehemaligen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery, Philippe Pozzo di Borgo, der zum Tetraplegiker wurde, als er 1993 beim Paragliding verunglückte (im Film gespielt von François Cluzet). Der wohlhabende, aber isoliert lebende Philippe erfährt neuen Lebensmut durch die Freundschaft mit seinem langjährigen Pflegehelfer Driss (Omar Sy). Durch seine unkonventionelle Art schafft Driss es, Philippe aus seiner Lethargie zu holen.

Als der querschnittsgelähmte Aristrokrat Phillipe gerade einen neuen Pfleger sucht , platzt Driss, ein Kleinkrimineller, in die gezwungene und steife Atmosphäre ein. Driss stellt sich vor, weil er beim  Arbeitsamt belegen muss, dass er sich um eine Anstellung bemüht. Philppe, der Mitleid generell nicht erträgt, spricht die direkte und entwaffnende Offenheit des jungen Mannes an und engagiert ihn. Es ist genau das, was er braucht, nämlich kein Mitleid. Nach und nach bringt Driss Leben in den Schatten des Aristokraten. Beide haben Gemeinsamkeiten, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Philippe ist aufgrund seiner Querschnittslähmung auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Und auch Driss braucht Unterstützung, nicht nur in finanzieller Form. Driss kommt aus den Banlieues und hat mit seiner kriminellen Vorgeschichte kaum eine Chance in der Gesellschaft, und Philippe ist aufgrund seiner Behinderung von der Teilhabe an der Gesellschaft ausgeschlossen. Beide Personen, lernen durch die Freundschaft und entwickeln sich weiter. so bringt Driss Lebensfreude in Philippes Leben und holt ihn aus seiner Depression. Für Driss bedeutet es, den Weg aus den Banlieues zu schaffen und lernt Verantwortung zu übernehmen.

Pressestimmen

„Das ist Regisseurin Edith Flory zu verdanken. Sie bewies einmal mehr, dass sie mit der Stückeauswahl viel frischen Wind in die Laientheaterszene bringt und dass ihr dies das Schauspielerteam aus jungen und gestandenen Darstellern dankt. (…) Was ich möchte, ist nicht Spielen auf die Bühne zu bringen, sondern Leben“, sagte Edith Flory, und das ist ihr und den Darstellern zu 100 Prozent gelungen.“

Zitat aus RNZ-Artikel von Anna Haasemann-Dunka, 25.11.2019