Plakat Pygmalion

Pygmalion – 2003

Die Theatergruppe „La Vita“ präsentierte 2003 die Komödie „Pygmalion“ (Vorlage von „My Fair Lady“) von G. Bernhard Shaw.

Inhalt

Plakat Pygmalion

G .Bernhard Shaw hat sie in seinem Stück dramatisiert. Ein Professor der Phonetik bringt einem Unterklasse-Mädchen bei, gepflegt zu sprechen und macht auf diese Weise aus ihr eine neue Frau. Von dieser Aufgabe ist er so besessen, dass er ihr seine ganze Leidenschaft widmet, aber die Gefühle des Mädchens dabei völlig übergeht. Seine heftige Zuwendung erregt in ihr eine persönliche Reaktion. Er aber meint nicht sie, sondern sein Werk. Shaws Stück ist ein Modell für alle Beziehungen der Art, wie sie zwischen Produzent und Filmstar, zwischen Fotograf und Modell und zwischen Lehrer und Schülerin entstehen können. Die Pygmalions dieser Welt, die ihren Schöpferimpuls an jungen Frauen austoben, sind allesamt verfehlte Töchterväter. Und Frauen die darauf anspringen, suchen einen Vater. Befriedigend werden solche Verhältnisse nie. Die Spannung zwischen dem Ungleichgewicht von Schöpfer und Geschöpf kann nie gelöst werden. Nur als Skulptur in seinen Händen können Frauen überhaupt die Aufmerksamkeit solcher Männer erregen. Der Meister schaut sie an und denkt, daraus ließe sich etwas machen: ein Star, ein Vamp, eine Schauspielerin. Ein Werk, mein Werk. Wer sich auf dieses Drama einlässt, lernt Schöpfertum in Form der Männlichkeit kennen. Wie ausbeuterisch war Berthold Brecht gegenüber seinen Frauen. Wie skrupellos Picasso gegenüber seinen Modellen. Wenn wir uns an einem Punkt befinden, an dem das Verhältnis des Konstrukteurs zu den Frauen in eine andere Dimension tritt, nämlich wenn die Frauen selbst das Material sind, wird es eine Leidenschaft geben, wie sie wohl merkwürdiger und intensiver, dramatischer und paradoxer kaum gedacht werden kann. Das ist die sogenannte Pygmalion-Situation.

Der Autor

Shaw, George Bernard (1856-1950), irischer Schriftsteller. Er gilt als bedeutendster britischer Dramatiker seit William Shakespeare. Shaw war nicht nur als Bühnenautor enorm produktiv (50 Stücke), sondern trat auch als Verfasser politischer Streitschriften sowie als Musik- und Theaterkritiker hervor.
Shaw wurde am 26. Juli 1856 in Dublin geboren und wuchs in problematischen Familienverhältnissen auf. Der Autor starb am 2. November 1950 in seinem Landhaus in Ayot Saint Lawrence.
Shaws frühe journalistische Arbeiten umfassten ein breit gefächertes Spektrum von Buchrezensionen bis hin zur Kunst- und Musikkritik. In seinen teilweise brillanten Musikkolumnen setzte sich der Autor für das Werk des umstrittenen, von ihm verehrten Komponisten Richard Wagner ein und auf dem Gebiet des Theaters für die ebenfalls kontrovers diskutierten Bühnenstücke des norwegischen Dramatikers Henrik lbsen.
In seinem komödiantischen Geniestreich Pygmalion (1914) thematisierte er die Rolle von Hochsprache und Dialekt als Indikatoren sozialer Stellung: Das Stück wurde künftig zu einem seiner populärsten Werke. Mehr noch als in der Originalfassung fand es weite Verbreitung als Musical „My Fair Lady“.

Rollen und Darsteller

Prof. Henry Higgins Torsten Winkelbauer
Mrs. Higgins Melanie Köhler-Eder
Oberst Pickering Karl-Heinz Ziegler
Eliza Doolittle Kathrin Slupska
Alfred Doolittle Peter Ewald
Mrs. Eynsford-Hill Helga Zimmermann
Clara-Eynsford-Hill Johanna Neef
Freddy Eynsford-Hill Horst Huth
Mrs. Pearce Sabine Ollram
Ein Mann Benjamin Grießmann
Eine sarkastische Zuhörerin Andrea Keilbach
Stubenmädchen bei Mrs. Higgins Christa Hemich
   
REGIE Edith Flory
Souffleuse Christa Zekri
Maske Leticia Sonntag, Sigrun Heinrich, Gudrun Hufnagel, Bärbel Beckenbach
Technik Andreas Sperling
Musikalische Begleitung Almut Müller
Programmheftgestaltung Edith Flory, Sandra Flory
Plakatentwurf Karl- Heinz Ziegler, Druckerei BASPO Bammental

Danksagung

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die zur Verwirklichung von Pygmalion beigetragen haben:

  • Schneiderei Knopfloch, Gaiberg (Kostüme)
  • Tabakwaren Beck (Kartenvorverkauf)
  • Buchhandlung Staiger (Kartenvorverkaut)
  • BASPO EUROSPORT (Werbung)

… und bei all denen, die uns noch mit Rat und Tat zur Seite standen.