Die Welle

2022 · TV-Halle Bammental

Plakat: Die Welle
2022

von Reinhold Tritt

Dieses Stück beruht auf einer wahren Begebenheit. Es geschah 1967. Ron Jones, der echte Mr. Ross unterrichtet Geschichte in Palo Alto, einer kalifornischen Highschool. Die Schüler glauben nicht, dass eine Minderheit eine Mehrheit gegen ihren Willen einschüchtern und beherrschen kann. Wenn die Mehrheit der Deutschen keine Nazis waren, warum hat dann keiner versucht, den Holocaust zu verhindern?

Diese Frage einer Schülerin bewegte 1967 Ron Jones dazu, ein Experiment zu starten. Er wollte, dass die Schüler erfahren, wie es damals in Deutschland zuging. Sie sollten selbst erleben, was es heißt, einer oder mehreren Personen Gehorsam zu leisten; aus Angst, ausgeschlossen, bestraft oder denunziert zu werden. Disziplin, Gemeinschaft und Solidarität werden als neue Tugenden in der Klasse einstudiert. Als die Gruppe zur Aktion schreitet und eine Bewegung auslöst, die sich in der ganzen Schule und darüber hinaus ausbreitet, gerät das Experiment außer Kontrolle.

Durch Instrumente wie Angstpropaganda und Manipulation werden in den Menschen tiefsitzende Mechanismen von Angst und Gehorsam in Gang gesetzt. Dreiviertel der Durchschnittsbevölkerung können – einer Autorität folgend – andere unschuldige Menschen quälen, foltern und liquidieren. Zu dieser Erkenntnis kam Stanley Milgram bei seinen wissenschaftlichen Experimenten mit simulierten Elektroschocks.

TV-Halle Bammental

Vorstellungen

Fr 22. April 20:00 Uhr Sa 23. April 20:00 Uhr So 24. April 16:00 Uhr

Pressebilder

Die Welle, Pressefoto

Stab

  • RegieEdith Flory
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